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Psychreport 2022

Hamburg, 02. März 2022. Der Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen erreichte 2021 einen neuen Höchststand. Das Niveau lag mit 276 Fehltagen je 100 Versicherte um 41 Prozent über dem von vor zehn Jahren. Ein psychischer Krankschreibungsfall dauerte im vergangenen Jahr durchschnittlich 39,2 Tage. Auch dieser Wert war so hoch wie noch nie. Das zeigt der aktuelle Psychreport der DAK-Gesundheit mit einer Datenauswertung des IGES Instituts für 2,4 Millionen DAK-versicherte Erwerbstätige. Während der Pandemie hatten Frauen ab 55 Jahren die mit Abstand höchsten Steigerungsraten unter allen Beschäftigten: Bei den 55- bis 59-Jährigen kamen auf 100 Versicherte 511 Fehltage, 14 Prozent mehr als vor Corona. Der wichtigste Krankschreibungsgrund war eine Depression, den stärksten Zuwachs gab es bei Anpassungs- und Angststörungen. Im Branchenvergleich hatte das Gesundheitswesen mit 397 Psych-Fehltagen je 100 Versicherte die meisten Ausfälle. Jörg Bodanowitz Chef-Pressesprecher


 
 
 

1 Kommentar


Guest
16. Nov. 2025

Vielen Dank für diesen wichtigen und aufrüttelnden Beitrag. Die Zahlen des Psychreports 2022 zeigen deutlich, wie sehr der Druck in der modernen Arbeitswelt zunimmt. Während systemische Lösungen unerlässlich sind, dürfen wir die Kraft unserer persönlichen Resilienz nicht unterschätzen. Diese Resilienz wird oft auch in unserem direkten Umfeld geformt. Kleine, aber stetige Stressfaktoren im eigenen Zuhause können das Fass zum Überlaufen bringen. Hier können durchdachte Optimierungen, wie zum Beispiel praktische Alltagshelfer, einen unerwartet großen Unterschied machen.


Die Psychologie des Zuhauses: Wie Ordnung im Kleinen die mentale Last verringert


Forscher im Bereich der Umweltpsychologie weisen schon lange darauf hin, dass eine unaufgeräumte oder unpraktische Umgebung unser Stresslevel unbewusst erhöht. Man spricht hier von der „kognitiven Last“ – der mentalen Anstrengung, die selbst…

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